Ankauf einer Streuobstwiese geglückt

Der Ankauf einer Streuobstwiese ist geglückt

In diesem Frühjahr erfuhr die Ortsgruppe Bad Münder im Heimatbund Niedersachsen vom anstehenden Verkauf einer alten Streuobstwiese bei Eimbeckhausen.
Bei einer Besichtigung zeigte sich schnell der Wert der Fläche. Dort standen über 70 alte Obstbäume auf einer herrlich blühenden Wiese, in der Schmetterlinge flogen, Grashüpfer sprangen und  Grillen zirpten. Hier war sicher seit langem nicht gedünkt und gespritzt worden. Den Hauptanteil an Obst bilden Apfelbäume verschiedener Altersklassen. Neben einzelnen relativ jungen Bäumen finden sich vor allem auch greise Veteranen und sogar wenige tote Obstbäume. Sie haben ihre natürliche Altersgrenze erreicht, oft schon die Rinde und ihr Kleid aus Flechten abgeworfen und bieten nun Totholzinsekten einen inzwischen seltenen Lebensraum. Viele der Bäume zeigen zudem Astlöcher hinter denen Höhlen versteckt sind.
Auch Steinobst ist in der Fläche vertreten. Die Streuobstwiese ist deshalb als Biotop sowohl für den Natur- und Artenschutz, als auch als Denkmal für einen inzwischen selten gewordenen Bestandteil unserer Kulturlandschaft von außerordentlichem Wert.

Eine Bestimmung der alten Sorten kann erst mit den Fruchtfolgen in den kommenden Jahren erfolgen. Trotzdem ist der Bestand bereits jetzt als ausgesprochen wertvoll einzustufen. In diesem Winter sind allerdings intensive Pflegemaßnahmen notwendig. Manche Bäume bedürfen dringender Entlastungsschnitte, damit sie nicht auseinanderbrechen. In den letzten Jahrzehnten sind eine Vielzahl an Schlehen und bis zu 15 Meter hohe Ahornbäume aufgelaufen. Sie haben die Obstbäume zum Teil überwachsen und müssen dringend aus der Fläche entnommen werden. Als Totholzhaufen können sie Tieren und Insekten Lebensraum bieten und so noch einen wertvollen Beitrag zum Naturschutz leisten.

Was wir allein nicht schaffen, klappt in Kooperation mit dem Nabu, dachten wir uns.

Wir wurden uns schnell mit dem befreundeten Verein darüber einig, dass die Fläche dringend in die Hände der beiden Naturschutzverbände muss. Schließlich sind in den letzten Jahrzehnten fast alle größeren alten Streuobstwiesen durch Abholzung oder durch Rindenfraß, vor allem durch  die Beweidung mit Pferden verloren gegangen.

Inzwischen ist der Ankauf der 6500 Quadratmeter großen Fläche geglückt. Beide Vereine sind gleichberechtigt im Grundbuch eingetragen.
Allerdings gibt es noch Finanzierungsprobleme, um dringend notwendige Arbeiten, Entsorgung von Unrat und vor allem aber um Neupflanzungen neben den abgestorbenen Bäumen vorzunehmen.
Die beiden Vereine bitten deshalb alle Mitglieder, die dieses Projekt unterstützen möchten, um eine Spende. Gern laden wir zur nächsten Obstblüte auch zu einer Führung ein.
Unsere Bankverbindung lautet: Heimatbund Niedersachsen, Ortsgruppe Bad Münder, IBAN DE 60 2546 2160 1250 7610 00 , Verwendungszweck: Streuobstwiese Eimbeckhausen. Kontakt: Michael Meier, 05042-3249 oder unter info@museum-badmuender.de

Es grüßen: Michael Meier, Sigrun Krone, Friedrich Kunrich und Gertrud Bünnig aus dem Vorstand der Gruppe Bad Münder