Rettung einer Hexenbuche

Im Winter erreichte den Heimatbund die Nachricht, dass eine Süntel-Buche in Bad Münder einer Grundstücksumgestaltung weichen sollte. Am Telefon hieß es: „der Baum sei ganz flach“, jedoch hatten wir keine Vorstellung davon, welch ungewöhnliches Exemplar sich in einem Garten an der Süntelstraße in Bad Münder befand. Der im Durchmesser 2,60 mal 3,20 Meter große Baum ist nur 80 cm hoch und hat bereits mehrere Etagen gebildet. Er besticht durch einen ausgeprägten Kreuz- und Querwuchs. Seine Krone wirkt dadurch extrem dicht, fast so als kauere die Buche ganz niedrig auf dem Boden.

Ein Transport des großen Baumes war bald organisiert.  Mit einem Bagger wurde ein etwa 50 cm hoher Ballen von 1,30 Meter im Durchmesser freigelegt, mit Teppich umwickelt und mit Spanngurten gesichert. Anschließend konnte der Ballen mit einem Stahlseil abgeschert und auf ein Schleifblech gezogen werden. So vorbereitet zog der Bagger die Buche vom Grundstück auf eine große Palette.

Am darauf folgenden Tag hob der Ladekran des LKW der Firma Fremy aus Bad Münder den Baum auf die Ladefläche und übernahm den Transport bis zum Eingang des neuen Süntel-Buchen Arboretums  in Nettelrede. Von dort aus wurde der Baum in ein vorbereitetes Pflanzloch gezogen. Wegen seiner ungewöhnlichen Form ist der Baum auf den Namen „Hexenbuche“ getauft worden. Den Umzug hat sie perfekt überstanden und ist wunderbar ausgetrieben.

Fotos und Text M. Meier